Golfausrüstung im Überblick

Sobald Sie die Leidenschaft für den Golfsport gepackt hat, stellt sich die Frage nach einer passenden Golfausrüstung. In dieser Kategorie möchten wir Ihnen einen Überblick über die einzelnen Ausrüstungsgegenstände geben.

Schlägerkunde – Golfbälle – Golfschuhe – Golfhandschuhe – Pitchgabel – Golfball Marker – Tees

Golfschläger

Golfschläger stellen das Herzstück einer Golfausrüstung dar. Generell darf jeder Golfspieler 14 Schläger mit sich führen. Gerade zu Beginn der eigenen Golfkarriere ist es nicht notwendig, einen kompletten Schlägersatz zu besitzen. Wir empfehlen Anfängern mit einem halben Schlägersatz zu starten und diesen sukzessive auszubauen. Wertvolle Tipps zum Thema Schlägerkauf können Sie sich bei Ihrem Pro holen.

Nun zurück zu den Golfschlägern. Unterschieden wird zwischen Hölzern, Eisen und dem Putter. Die Unterschiede möchten wir Ihnen in den nachfolgenden Absätzen erläutern.

 

Eisen

Die sog. Eisen werden für mittellange Schläge eingesetzt und die Lofts liegen zwischen 20° und 45° bei einer Schaftlänge von ca. 35 – 39 Zoll. Mit den trapezförmigen Schlägerköpfen lassen sich je nach Spieler Weiten von 70 bis 180 m erreichen. Im Vergleich zu den Hölzern bieten die Eisenschläger eine höhere Ballkontrolle. Damit können auch Schläge aus schwierigen Lagen, z.B. halbhohes Gras oder Semi-Rough, gelingen.

Zu einem Standardschlägersatz gehören die Eisen 4,5,6,7,9. Hierbei gilt die Faustregel: Umso niedriger die Zahl, desto geringer das Loft, desto weiter schlagen Sie den Ball. Gerade für Anfänger stellen Eisen 7 und Eisen 9 das wichtigste Handwerkszeug der Golfausrüstung da.

 

Wedges

Für die kurzen Schläge rund ums Grün (weniger als 100 m) oder für schwierige Lagen (hohes Gras, Sandbunker) werden die sog. Wedges eingesetzt. Ähnlich den Eisenschlägern zeichnen sich die Weges durch einen abgerundeten, eher ballonförmigen Schlägerkopf aus. Sie sind weicher als Eisenschläger, um dem Spieler eine bessere Rückmeldung zu ermöglichen.

Zu einem Standardschlägersatz gehören das sog. Pitching Wedge sowie das Sand Wedge. Es gibt noch zwei weitere Schläger: das Gap Wedge, das die Distanzlücke zwischen Pitching und Sand Wedge schließen soll und das Lob Wedge, welches mit einem Loft von bis zu 68° für Schläge aus dem Sand oder zum Überwinden von hohen Hindernissen gedacht ist. Ein Pitching Wedge sowie ein Sand Wedge gehören in jede Golfausrüstung.

 

Hölzer

Zu einem Standardschlägersatz gehören in der Regel drei Hölzer, welche für Schläge vom Abschlag oder Fairway verwendet werden.

Das berühmteste Holz ist wohl das Holz 1, welches auch als Driver bezeichnet wird. Dieses Holz wird fast ausschließlich für den Abschlag verwendet. Wie der Abschlag mit dem Driver funktioniert, zeigen wir Ihnen gerne in unserem Golf Instructor Video. Holz 3 bzw. Holz 5 oder Holz 7 machen einen Standardschlägersatz komplett.

Die Schlägerköpfe sehen tropfen- bis birnenförmig aus. Früher wurden diese Schläger mit Köpfen und später mit Inlays aus Holz gefertigt. Im Laufe der Zeit haben sich natürlich leichtere und elastischere Metalle durchgesetzt. Bei einer Schaftlänge von 40 bis 45 Zoll sind Lofts zwischen 9° – 18° üblich, bei reinen Fairway-Hölzern bis zu 25°.

 

Hybrid- oder Rescue-Schläger

Anfang des 21. Jahrhunderts kamen diese Schläger auf den Markt, welche eine Mischung aus Eisen- und Holzschlägern darstellen. Sie werden meistens als Ersatz für ein Eisen oder Holz gewählt. Material und Schaftlänge ist sehr ähnlich zu dem eines entsprechenden Eisens, nur voluminöser und vom Erscheinungsbild ähnlicher dem Holz. Diese Art von Schlägern wird oft im Semi-Rough oder auf dem Fairway benutzt. Sie stellt einen Kompromiss zwischen der Länge eines Holzes und der Genauigkeit eines Eisens dar. Die Lofts bewegen sich zwischen 14° – 35° bei einer Schaftlänge von 37 – 41 Zoll.

 

Der Putter

Einer der wichtigsten Schläger im Golfsport ist der Putter. Im englischsprachigen Raum gibt es das Sprichwort: „Drive for show, putt for dough“. Dies heißt übersetzt: „Der Schlag mit dem Driver ist für das Publikum, das Putten, um Geld zu verdienen.“

Gerade am Anfang sollten Sie viele Trainingseinheiten auf dem Putting-Grün verbringen. Das machen die Golf Pros übrigens auch und Sie werden schneller Ihre Ergebnisse verbessern.

Beim Putter gibt es mehr unterschiedliche Bauarten als bei allen anderen Schlägern, zum Beispiel Offset, Ballet, Belly, Two-Ball, Blade u.v.m.. Preislich variieren die Putter ebenfalls sehr stark. Welchen Putter sollten Sie nun wählen? Die Antwort ist ganz einfach, den Putter, mit dem Sie sich am wohlsten und sichersten fühlen. Ihr Golf Pro wird Sie sehr gerne dabei beraten.

Wir empfehlen, verschiedene Modelle auszuprobieren, um ein Gefühl für Ihren Putter zu entwickeln. Der Putter macht Ihre Golfausrüstung komplett.

Golf-Tasche

Sobald Sie sich für einen Schlägersatz entschieden haben, stellt sich die Frage, wie Sie die Schläger am besten transportieren. Ganz klar, ein Golfbag muss her. Und schon müssen Sie die nächste Entscheidung bzgl. Ihrer Golfausrüstung treffen: Carry Bag, Stand Bag oder Cart-Bag?

 

Carry Bag

Der sog. Carry Bag oder übersetzt die Trage-Golftasche ist in der Regel besonders leicht und bequem zu tragen. Sie bietet meist nicht ganz so viel Stauraum bzw. Fächer. Achten Sie darauf, dass die Träger eine gute Polsterung aufweisen und die Tasche verstellbare Tragegurte hat. Wer sich mit dem manuellen Transport der Golftasche schwer tut, sollte sich mit einem sog. Cart Bag beschäftigen.

 

Stand Bag

Ein Stand-Bag verfügt über zwei ausklappbare Standbeine und lässt sich somit gut abstellen. Sollte der Boden leicht feucht sein, bleibt die Tasche weitgehend trocken. Zusätzlich lassen sich die Schläger sehr komfortabel entnehmen. Normalerweise sind Stand-Bags gleichzeitig Carry-Bags. Durch die Standbeine könnte es sein, dass die Tasche in Verbindung mit einem Trolley nicht ganz so stabil sitzt wie beim Cart Bag. Aufgrund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten (Tragen, Trolley oder Golf Cart) sind diese Art von Golftaschen unsere Kaufempfehlung für Anfänger.

 

Cart Bag

Die sog. Cart Bags sind für den Einsatz im Trolley oder im Golf-Cart konzipiert, bieten aber meistens noch einen zusätzlichen Tragegurt. Das Gewicht spielt hier keine große Rolle, deshalb bieten diese Taschen meistens sehr viel Stauraum. Wir empfehlen diese Golftasche für Spieler, die ausschließlich im Trolley oder im Golf-Cart Ihre Tasche transportieren möchten.

Für Spieler die auf Komfort viel Wert legen, empfehlen wir die Anschaffung eines Golf-Trolley. Mit diesem Hilfsmittel lässt sich Ihre Golfausrüstung mühelos über die Runde befördern und Sie schonen Ihren Rücken.

Preiswerte Golf-Trolley gibt’s bei Amazon ab ca. 75 € (Beispiel: https://amzn.to/2v9apQn – Bullet Golfwagen 5000). Natürlich sind auch beim Trolley keine Grenzen nach oben gesetzt.

Golfbälle

Gerade am Anfang werden Sie viele Golfbälle für Ihre Golfausrüstung benötigen. Golfbälle unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihren Kompressionsgrad und durch die Anzahl der verwendeten Schalen. Den Kompressionsgrad finden Sie auf der Verpackung. Ist der Kompressionsgrad zwischen 80 und 90 spricht man von weichen Bällen. Harte Bälle weisen einen Wert von über 100 bis 110 auf. Man unterscheidet zwischen:

 

1-Piece-Golfball

Der einfachste aller Golfbälle wurde vor allem für Anfänger konzipiert und ist auch meistens als Driving Range Ball zu finden. Er wird aus härteren Materialien gefertigt und gilt als sehr langlebig und kostengünstig. Nachteil, oft verformen sich diese Bälle sehr stark, was sich in geringere Weiten niederschlägt.

 

2-Piece-Golfball

Sehr beliebt bei Freizeit-Golfern ist der 2-Piece-Golfball. Maximale Haltbarkeit und mehr Länge sind die klaren Vorteile dieses Golfballes. Diese Bälle haben einen festen Kern und eine dicke, haltbare Aussenschale.

 

3-Piece-Golfball

Dieser Golfball weißt einen Dualkern aus zwei Kunstharzarten plus einer beständigeren Surlyn-Schale. Alternativ hat er eine Pufferschicht aus Hartgummi zwischen einer dünneren Weichgummischale. Vorteil, die Bälle sind weicher und nehmen mehr Spin an. Geübte Golfer erhalten somit einen kontrollierteren Ballflug.

 

4-Piece oder Multilayer-Golfball

Diese hochpreisigen Multilayer-Golfbälle kombinieren dünne Schalen-Varianten der 3-Piece Bälle mit Kernen aus unterschiedlichen Kunstharz-Arten. Diese leistungsstarken Golfbälle sind sehr weich und übertragen die Energie optimal auf den Kern im Inneren des Golfballes. Allerdings sind diese Golfbälle sehr empfindlich. Profi-Spieler wechseln die Bälle alle drei bis vier Löcher.

Die verschiedenen Härtegrade der Golfbälle lassen sich wie folgt beschreiben:

 

Harte Golfbälle

Harte Golfbälle erzielen höhere Weiten durch Ihre Explosivität, fühlen sich aber auch sehr hart auf der Schlägerfläche an. Somit verliert man beim Schlag etwas das Gefühl. Diese langlebigen Bälle sind für Spieler mit hohen Handicap geeignet die hohe Schlagweiten mit den Eisen Schlägern erzielen wollen.

 

Mittelweiche bis harte Golfbälle

Vergleichbar zu dem Golfball mit mittlerem Spin, stellt der mittelweiche Ball eine Mischung aus der Explosivität des härteren und dem Gefühlsverhalten des weichen Balles dar. Diese beliebten Golfbälle sind für Spieler mittleren Handicap geeignet die an Ihrer Weite und Ballkontrolle arbeiten.

 

Weiche Golfbälle

Da sich die weiche Oberschale dieses Golfballes sehr schnell abnutzt, würden wir diesen Ball nicht für Amateurgolfer empfehlen. Spieler mit niedrigen Handicaps lieben diese Bälle, da sie Spin in Ihr Spiel bringen können, um so beim Kurzspiel zu punkten.

 

Was sind Lakeballs?

Als Lakeballs werden Bälle bezeichnet, die aus Wasserhindernissen oder Seen gefischt wurden. Diese second-hand Bälle sind gerade für Anfänger eine interessante Option. Meistens werden die Lakeballs in Paketen zu 50 oder 100 Stück angeboten und der Preis ist erheblich niedriger als bei neuen Bällen.

Untersuchungen zeigen, dass Lakeballs Unterschiede in der Flugweite gegenüber trockenen oder neuen Bällen aufweisen.

Unser Fazit: Bälle kann ein Anfänger nie genug haben. Gerade im oberen Handicapbereich verlieren die Spieler sehr viele Bälle pro Golfrunde in Wasserhindernissen oder im Dickicht. Daher stellen die Lakeballs eine vernünftige und günstige Alternative zu neuen Bällen dar.

Amazon bietet hier sehr gute Angebote – 100 Lakeballs in weiß – Link: https://amzn.to/2kJXrDa

Sie spielen lieber mit farbigen Bällen? Auch hierfür gibt es ein sehr gutes Angebot – Link: https://amzn.to/2spDNQT

 

X-Out Bälle

Eine weitere Alternative sind die sog. X-Out Bälle. Es handelt sich um Fabrik-Überschüsse oder Fehlproduktionen mit kleinen kosmetischen Fehlern. Oft werden diese Bälle mit einem „X“ vor dem eigenen Namen gekennzeichnet. Im Gegensatz zu den Lakeballs handelt es sich um komplett neue Golfbälle. Ein kurzer Blick auf Google lohnt sich auch hier.

Golfschuhe

Sind Golfschuhe wichtig oder reichen Sportschuhe für den Anfang? Auf der Driving Range können normale Sportschuhe noch ausreichend sein, allerdings sind sie auf dem Golfplatz unerlässlich.

Ein sicherer, fester und guter Stand kombiniert mit einer bequemen Passform sind die Grundlage für ein erfolgreiches Schlag-Ergebnis. Golfschuhe verleihen Ihrem Stand Halt und Stabilität. Die meisten Golfschuhe sind wasserabweisend oder wasserdicht, dies hilft sehr bei Regen, Tauwetter bzw. Ballsuchaktionen im hohen Gras (Rough).

Auch hier gilt: Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten, um Ihren Golfschuh zu finden. Eine 18-Loch Golfrunde beträgt ca. 9 km – Ihre Füße werden es Ihnen danken. Unserer Meinung nach ein „must have“ für jede Golfausrüstung.

Golfhandschuh

Um eine Blasenbildung an der Hand bzw. an den Fingern zu vermeiden, sollten Sie sich einen Golfhandschuh zulegen. Bei Rechtshändern wird der Handschuh an der linken Hand getragen. Dieser muss sehr eng anliegen und verleiht Ihnen einen zusätzlichen Halt beim Golfschwung. Gehört absolut zu jeder Golfausrüstung.

Pitchgabel

Trifft ein Golfball aus großer Höhe auf das Grün, entstehen sog. Pitchmarken. Diese kleinen Vertiefungen können Sie mit der Pitchgabel beseitigen. Zum Einen schützen Sie damit das Grün und zum Anderen werden keinen anderen Golfer beim Putten durch die Vertiefungen behindert. Somit ist es unerlässlich, Pitchmarken auszubessern. Die Pitchgabel gehört somit zur Pflichtausstattung einer Golfausrüstung.

Wie man Pitchmarken richtig ausbessert bzw. welche Etikette Sie auf dem Grün noch beachten müssen, zeigen wir Ihnen in unseren Regelvideos.

 

Golfball Marker

Behindert Ihr Ball beispielsweise einen anderen Schlag, müssen Sie Ihren Ball aufnehmen und markieren. Damit wissen Sie, an welche Stelle Sie Ihren Ball wieder zurücklegen müssen. Manche Spieler benutzen auch eine Münze. Legen Sie den Marker immer hinter den Ball, sprich auf die Seite vom Ball, die weiter von der Fahne entfernt ist. Beim Zurücklegen können Sie den Ball wieder auf seinen ursprünglichen Platz legen. Es gilt die Regel, erst markieren, dann Ball aufnehmen. Auch der Golfball Marker gehört zur Pflichtausstattung einer Golfausrüstung.

Wie Sie Ihren Ball richtig markieren bzw. wie Sie einen Ball richtige versetzt, zeigen wir Ihnen in unseren Regelvideos.

Tees

Tees sind kleine Stifte aus Holz oder Plastik, welche man beim Abschlag in den Boden steckt. Auf deren oberes Ende wird der Ball gelegt. Somit liegt der Ball etwas erhöht und kann leichter getroffen werden. Für den Abschlag mit dem Driver gibt es eigene Tees, die etwas länger sind. Tees gehören unbedingt zur Golfausrüstung.

An manchen Abschlägen werden Ihnen die sog. „Abschlagmatten“ begegnen. Es ist nicht immer einfach seine Tees in diese Matten zu bekommen. Deshalb empfehlen wir Ihnen hierfür die Wintertees, welche Sie kostengünstige bei Amazon erwerben können. (Link: https://amzn.to/2O4YudB)